10.11.2016  •  Events NEWS

0
 

Paris Photo - die 20. Ausgabe der Fotografie Show der Superlative versammelt Galerien, Verlage und Fotoliebhaber aus aller Welt mit einem Programm von Vintage bis Contemporary - unsere Highlights auf GoSee

Die 20. Ausgabe der PARIS PHOTO ist eröffnet. Unter dem Patronat von Präsident Francois Hollande und mit erweitertem Programm präsentieren 153 GALERIEN und 80 Verleger / ART BOOK DEALERS aus der ganzen Welt ihre Solo-Shows, Kurationen und Novitäten. Nachdem die letztjährige Ausgabe wegen der Anschläge in Paris vorzeitig geschlossen wurden, hoffen Aussteller und Besucher trotz der Wahlergebnisse in den USA - und großes Thema auf der Messe - auf ein erfolgreiches Wochenende. Namhafte Fotografen und Künstler trifft man in den kommenden Tagen bei unglaublich vielen Booksignings persönlich. Anbei präsentieren wir Euch ein paar Eindrücke und unsere Highlights aus einer wundervollen Flut an Arbeiten und Serien.

NO JOKE - so der Titel der gemeinsamen Arbeit von Roger Ballen und Asgar Carlsen, die DITTRICH & SCHLECHTRIEM samt der beiden Fotografen im Gepäck hatte. Für das Projekt schufen die Künstler  Fotoskulptur-Figuren, tauschten Selbstporträts aus, ersetzten Körperteile und und besiedelten Architektur mit schrägen Gestalten, zerschnitten und collagierten von Hand gezeichnete Masken und Graffiti... "Wir lernten uns über das Internet kennen" so Asgar zu uns. "Und daraus ist eine wundervolle künstlerische Zusammenarbeit entstanden. Und ja klar, wir hatten auch eine Menge Spass und haben viel gelacht." Wer das Book SIgning der beiden selbsternannten 'Outsider der Fotografie' verpassen sollte, kann das Buch direkt bei der Galerie ordern.

'Die Paris Photo ist ohne Frage die wichtigste und größte Fotografie-Messe, bei der man einfach dabei sein muss," so empfängt uns gutgelaunt Sandro Parotta von Parotta Contemporary, der auf seinem Stand Arbeiten von Clare Strand sowie des Niederländers Pieter Laurens Mol zeigt, der sich gerne mit der schwarzen Seite der Existenz beschäftigt. Bei der New Yorker Benrubi Gallery gefallen uns die schwarz-weißen Arbeiten von Richard Renaldi, der aktuell Manhattan Midnight in der Galerie ausstellt.

Eine nackte Vivienne Westwood oder Kardashians Po? Was erwartet uns wohl in diesem Jahr am Stand von Suzanne Tarasieve, die mehr und mehr zur eigenen Kunstfigur aufsteigt. Nachdem zuletzt mit  Kardashians knackigem Po - inszeniert von Juergen Teller - das Selfie-Fieber an ihrem Stand ausbrach, machte sie kurzerhand das fotografische Selbst-Portrait zum diesjährigen Thema . "Look at me and donʼt forget that somewhere, part of me is in you" - unter diesem Leitgedanken zeigen Suzanne Tarasieve und Eugenio Viola Selbstportraits von Jürgen Klauke, Boris Mikhaïlov, Juergen Teller und  Ming Wong. "A photographic (self)-portrait immediately grabs the viewer's attention and triggers profoundly personal responses - emotional, paradoxical and not always rational.The issues raised are complex, challenging, even treacherous, revolving around the self and its representation, identity and immortality." Suzanne posierte aber nicht nur vor den Kameras von Boris Mikhaïlov und Juergen Teller, sondern legte sich auch für uns auf Fell in Pose....

Mit einem merkwürdig-monothematischen Stand begeistert uns die Berliner Galerie Feldbusch Wiesner Rudolph. Sie präsentiert den jungen Künstler Augustin Rebetez, der sich kreuz und quer in allen Medien auslebt. Malerei, Skulptur, Fotografie - die Stilmittel werden völlig neu gemischt. Groß geworden mit Instagram, Facebook, Snapchat erwartet uns zukünftig sicher eine ganz spannende neue Riege an Artists und Augustin Rebetez ist mit Sicherheit einer davon. Jette Rudolph führt uns durch den Stand und hinein in ein Abenteuerland, der schön bizarren Welt des Künstlers. Und als Videotipp empfiehlt uns Jette zudem MAISON.

Pernod Ricard wählte für ihre aktuelle Art-Edition 'MINDSET' den senegalesischen Künstler Omar Victor Diop. Nach Marco Lopes, Eugenico Recuenco, Denis Rouvre, Olaf Breuning, Vee Speers und Li Wei, erhielt der Fotograf eine “carte blanche” und er portraitierte 17 Angestellte von Pernod Ricard auf dem afrikanischen Kontinent. Um eine Verbindung herzustellen, trägt jeder Buttons mit Portraits von Kollegen aus aller Welt. Designerin Selly Raby Kane war für diesen speziellen Look der Outfits verantwortlich. Alexandre Ricard, Chairman & CEO : “In addition to supporting artists, this artistic carte blanche allows us to put our employees back at the center of this endeavor while sublimating their identity”. Betreut wird das Projekt in diesem Jahr vom Pariser 2e BUREAU und Marie-Laure Girardon und Sylvie Grumbach.